50 Jahre Weyergut Bethanien

Seit 1976 ist das Weyergut Bethanien ein Ort der Wärme, Fürsorge und Begegnung. In diesem Jubiläumsjahr blicken wir mit Dankbarkeit zurück – und mit Freude nach vorn.

Das Jubiläumsjahr auf einen Blick. Feiern Sie mit uns!

Weyergut Bethanien feiert 50 Jahre gelebte Herzlichkeit. 

Ein halbes Jahrhundert Weyergut Bethanien – das feiern wir mit einem vielfältigen Jubiläumsjahr. In dieser Übersicht finden Sie alle geplanten Veranstaltungen rund ums Jubiläum. Die Liste wird laufend aktualisiert.

 

Jodlerchörli Turnverein Belp, 21. Februar 2026 | 14.30 Uhr

Freuen Sie sich auf einen stimmungsvollen Jodelnachmittag im Weyergutsaal mit dem Jodlerchörli Turnverein Belp unter der Leitung von Regula Bütikofer. | Weitere Informationen

Senzacorde, 8. März 2026 | 14.30 Uhr

Das Bläserquintett Senzacorde präsentiert einen bunten Strauss von Werken bekannter und weniger bekannter Komponisten wie Williams, Dvorak und Mozart. Es musizieren Christine Aebischer (Flöte), Stephanie Gasser (Oboe), Robert Stark (Fagott), Urs Andermatt (Horn) und Mark Egger (Klarinette). | Weitere Informationen folgen.

Swiss Ramblers Dixieland Jazzband, 9. April 2026 | 19.00 Uhr

Die Swiss Ramblers Dixieland Jazzband bringt traditionellen New-Orleans- und Creole-Jazz mit unverkennbarem Stil und ungezwungener Lebensfreude in den Weyergutsaal – abwechslungsreich, schwungvoll und mit viel Spielfreude. | Weitere Informationen

Rahel Baer, 22. Mai 2026 | 14.30 Uhr

Rahel Baer singt deutsche und englische Lieder aus den 50er- und 60er-Jahren und bringt nostalgische Stimmung in den Weyergutsaal. Wer mag, ist herzlich eingeladen, auch ein Tänzchen zu wagen.

Andreas Neugebauer, 26. Juli 2026 I 14:30 Uhr

Andreas Neugebauer wurde von 1975 bis 1981 auf einem Bauernhof verdingt. In seinem Vortrag erzählt er aus seinem bewegten Leben und davon, wie es ihm trotz vieler Tiefschläge gelungen ist, seine Lebensfreude zu bewahren und sich Schritt für Schritt aus schwierigen Verhältnissen herauszuarbeiten. Anschliessend laden wir zu Kaffee und Kuchen in Anwesenheit von Herrn Neugebauer ein. SRF Potcast mit Andreas Neugebauer

Lichterfest Wochenende 26.-29. November I ab 14.30 Uhr

Ein Wochenende voller Licht, Musik und Begegnung. Zum Adventauftakt erstrahlt wieder unser traditioneller Lichterweg. Ab Donnerstag, 26. November 2026, um 14.30 Uhr öffnet der stimmungsvolle Weg im Weyergutsaal und lädt zum stillen Verweilen und Staunen ein. Weitere Details folgen.

 

Das grosse Sommer-Jubiläumsfest

Im nächsten Jahr feiern wir ein besonderes Sommerfest: 50 Jahre Weyergut Bethanien. Freuen Sie sich auf einen Tag, an dem Erinnerungen, Begegnungen und Geschichten Platz haben – und natürlich auf viel Spass und Unterhaltung. Dazu gibt es feine Verpflegung aus unserem Restaurant Weyergut.

23. August 2026 – gerne schon vormerken.

Weitere Informationen folgen.

Unsere Geschichte in Etappen

Die Geschichte des Weyergut Bethanien ist geprägt von Engagement, Gemeinschaft und stetigem Wandel. Über die Jahre hinweg haben viele Menschen mit Herz, Mut und Verantwortung dazu beigetragen, diesen Ort zu gestalten und weiterzuentwickeln.

Der folgende Überblick lädt dazu ein, auf zentrale Meilensteine zurückzublicken. Sie zeigen, wie sich das Weyergut Bethanien im Laufe der Zeit entwickelt hat und was das Haus bis heute prägt.

Und falls Sie noch weiter eintauchen möchten, empfehlen wir Ihnen unsere Chronik – eine eindrückliche Zeitreise, recherchiert geschrieben von unserer Bewohnerin Monika Schärer.

Die Anfänge und der Weg nach Wabern (1915–1970)

1915 entsandte das Mutterhaus der Diakonie Bethanien in Zürich auf Anfrage der Methodistengemeinden Diakonissen nach Bern, um eine private Krankenpflege aufzubauen. 1927 entstand an der Alpenstrasse 5 ein erstes Haus, in dem die in Bern tätigen Diakonissen lebten und zugleich ältere Menschen gepflegt und begleitet wurden.

Als dieses Haus Ende der 1960er-Jahre zu klein wurde, entstand in Wabern – angestossen durch den Anwohner Emil Seiler – die Idee eines neuen Altersheims auf dem Weyergut-Areal. Das Projekt wurde gemeinsam von der Diakonie Bethanien, der Gemeinde Köniz und dem Kanton Bern getragen und schliesslich realisiert.

Bau und Eröffnung des Altersheims Weyergut (1973–1976)

Zwischen 1973 und 1975 entsteht an der Mohnstrasse das neue Altersheim Weyergut für 80 Bewohner:innen. Die strategische Führung des Altersheimes übernimmt ein Stiftungsrat, während die Heimleitung von einer Heimkommission beraten und unterstützt wird. Der Weyergutsaal mit seinen farbigen Fenstern des Künstlers Emil Reich entwickelt sich rasch zu einem kulturellen und geistlichen Zentrum des Hauses.

Anfang 1976 ziehen die ersten 80 Pensionär:innen in den Neubau ein und werden von einem engagierten Team betreut. Das Altersheim Weyergut wird am 1. Februar 1976 feierlich eingeweiht.

Ein Zuhause mit Bewegung und Gemeinschaft (späte 1970er)

Das Weyergut entwickelt früh ein lebendiges Gemeinschaftsleben: Ab 1976 gibt es den ersten Schweizer „Gericours“-Vitaparcours für Senior:innen, ein Hallenbad sowie Gymnastikangebote. Alle diese Angebote stehen auch Auswärtigen offen.

Freiwillige prägen den Alltag von Anfang an und leisten einen wichtigen Beitrag zum gemeinschaftlichen Leben im Haus. Ihr Engagement stärkt das Miteinander und trägt wesentlich zur offenen, lebendigen Atmosphäre im Weyergut bei (IDEM).

Ausbau zur Pflegeinstitution (1980–1984)

Mit der steigenden Pflegebedürftigkeit der Bewohnenden entsteht der Wunsch nach einer eigenen Pflegeabteilung. 1983/84 wird diese realisiert, finanziert durch Spenden, Darlehen und den Lastenausgleich. Gleichzeitig entsteht ein Personalhaus, in das später auch externe Mieterinnen und Mieter einziehen.

Damit entwickelt sich das Weyergut zunehmend zu einem Alters- und Pflegeheim. Die neue Abteilung ermöglicht eine umfassendere Betreuung vor Ort und stärkt die fachliche Pflegekompetenz.

Weiterentwicklung, Feste & starke Gemeinschaft (1985–2000)

Das Heim wächst personell wie strukturell, neue Angebote entstehen, insbesondere in den Bereichen Aktivierung und Therapien. Beliebt sind die Sommerfeste und  Themenwochen – und sogar ein sprechender Beo sorgt für Gesprächsstoff im Haus. Der rabenähnliche Vogel mit seinem farbigen Schnabel konnte verständliche Worte sprechen. Eine Geschichte erzählt, dass sich eines Nachts ein Einbrecher ins Haus schlich und beim plötzlichen Hören einer krächzenden Stimme erschrocken Hals über Kopf das Weite suchte. Bravo, Beo!

1996, nach 20 Jahren Bestehen des Altersheimes Weyergut, wird der Name des Hauses der gewachsenen Situation angepasst: Es heisst fortan Alters- und Pflegeheim Weyergut Wabern.

Professionalisierung & neue Strukturen (2000er Jahre)

Im Raum des 1995 geschlossenen Hallenbads fanden fortan Coiffure, Physiotherapie und Fusspflege Platz. Im neuen Raum „Gartenblick“ wurden bald verschiedene Aktivitäten durchgeführt – Kochen, Backen, Basteln sowie Sitzungen und Meetings. Daneben gab es einen Gymnastikraum mit verschiedenen Geräten, der über viele Jahre hinweg wöchentlich von einer Jiu-Jitsu-Gruppe genutzt wurde. Die Rufe der Trainierenden hallten abends gelegentlich durch das Weyergut.

2001 wurde im Weyergut Bethanien Berufskleidung in der Pflege eingeführt. Neue Qualitäts- und Pflegesysteme (z. B. BESA), eine modernisierte Organisation sowie neue Ausbildungswege (FaGe ab 2006) prägten diese Phase der Weiterentwicklung.

Strategische Neuaufstellung (2010–2013)

2010 übernimmt die Diakonie Bethanien die operative Verantwortung für den Betrieb. 2012, tritt das langjährige Leitungspaar Esther und Rolf Bayer seinen wohlverdienten Ruhestand an. Über 26 Jahre hinweg prägten sie das Haus entscheidend und schufen den „Weyergut-Geist“ – eine warmherzige, gemeinschaftliche Kultur, die bis heute spürbar ist.

2013 übernimmt die Diakonie Bethanien auch die Betriebsführung. Das Heim erhält seinen heutigen Namen – Weyergut Bethanien – sowie ein neues Logo, das den Aufbruch in eine neue Phase sichtbar macht.

Sanierung & Übergangsjahre (2017–2019)

2016 feiert das Weyergut Bethanien sein 40-jähriges Bestehen. Um die Liegenschaft für die Zukunft fit zu machen, wird sie 2017 an Patrimonium übertragen; ein langfristiger Betriebsvertrag mit der Diakonie Bethanien sichert die Kontinuität.

Während der Umbauphase ziehen Bewohnende und Teams vorübergehend nach Belp und Grosshöchstetten um. Die Übergangszeit bringt zahlreiche betriebliche Herausforderungen mit sich, stärkt aber auch den Zusammenhalt und die Gemeinschaft.

2019 – Rückkehr nach Wabern & öffentliches Restaurant

Am 23. Oktober 2019 kehrten die Bewohnenden nach Wabern zurück. Fünf Tage später öffnete das Weyergut wiederhell, modern und konsequent auf die heutigen Bedürfnisse ausgerichtet. Neben Pflegeabteilungen und einer Demenzstation entsteht erstmals ein öffentliches Restaurant, das die frühere interne Cafeteria ablöst und das Weyergut bewusst für das Quartier öffnet. Neue Infrastruktur, offene Aufenthaltsbereiche und eine grosszügige Terrasse schaffen zusätzliche Orte der Begegnung und des Austauschs. Das Restaurant Weyergut erhielt 2025 eine eigene Webseitenpräsenz und ist seither auch über Google als Restaurant auffindbar.

Eine vielfältige Alltagsgestaltung, kulturelle Angebote und ein überaus herzliches Miteinander prägen seither den Alltag im Weyergut und machen es zu einem lebendigen Ort für Bewohnende, Mitarbeitende und Gäste.

Gegenwart und jüngste Entwicklungen

Seit 2020 wird im Weyergut das Lean Management als Philosophie gelebt. Abläufe werden dabei schlank, klar und sinnvoll gestaltet, sodass Zeit, Ressourcen und Energie dort eingesetzt werden, wo sie für Bewohnende und Mitarbeitende den grössten Nutzen bringen. Wir setzten alles daran, ein „Daheim“ für die Bewohnenden zu sein – einen Ort, an dem eigene Bedürfnisse bestmöglich gelebt werden können und Selbstbestimmung eine zentrale Grundhaltung unserer Arbeit darstellt. Auch die starke Verankerung im Quartier ist von grosser Bedeutung. Verschiedene Veranstaltungen finden unter Einbezug des Quartiers statt – das Weyergut lebt im und mit dem Quartier.

2026 dürfen wir 50 Jahre Weyergut Bethanien feiern – und wir freuen uns sehr darauf, dieses besondere Jubiläum gemeinsam mit Ihnen zu begehen.

Die Chronik - Weyergut Bethanien

Zum 50-jährigen Jubiläum werfen wir einen besonderen Blick in die Geschichte unseres Hauses. Eine Bewohnerin des Weyergut Bethanien hat mit viel Engagement und Liebe zum Detail eine Chronik verfasst, die die Entwicklung unseres Betriebs über die Jahrzehnte hinweg festhält.

Im Interview erzählt die Autorin mehr über den Entstehungsprozess und ihre Motivation. Sie hat uns ausserdem erlaubt, die Chronik mit Ihnen zu teilen – als Download.

Rätseln, entdecken, gewinnen

Im Jubiläumsjahr wird gerätselt: Jeden Monat erwartet Sie auf unseren Social-Media-Kanälen ein neues Quiz rund um das Weyergut Bethanien. Mit spannenden Fragen, überraschenden Fakten – und attraktiven Gewinnen. Mehr zum Quiz finden Sie in unserem Newsbeitrag.


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Blättern Sie durch 50 Jahre Weyergut Bethanien.

Stimmen & Erinnerungen

Euer Herzblut für die Menschen im Alter soll weiterhin Früchte tragen. Für die kommenden Jahre wünsche ich dem Weyergut Bethanien motivierte, qualifizierte Mitarbeitende, die den Alltag mit Kompetenz und Herz mitgestalten.
Fränzi Inniger
Wohn- und Pflegeheim Grünau
Ich wünsche dem Weyergut Bethanien, dass der Mut zur täglichen, kreativen Herzlichkeit weiterlebt – denn genau das ist hier das Wesentliche!
Andreas von Guten
Fotograf
Möge das Weyergut Bethanien ein Lebensraum bleiben, der immer wieder neu entdeckt und mit Humor und Liebe gestaltet wird, trotz aller Begrenzungen. Und mögen alle, die hier ein- und ausgehen, den frischen Wind der Liebe und die Kraft des Dazugehörens spüren.
Esther Baier
Pfarrerin EMK Bern