Ein Tag im Weyergut: Erinnerungen aus den Anfangsjahren

Erzählt von einer Bewohnerin von damals
Blogbeitrag zum 50-jährigen Jubiläum des Weyergut Bethanien

Was? Es ist schon bald sieben Uhr? Beinahe eine Schande, so lange zu schlafen. Eine alte Frau so lange im Bett? Das gute Bett ist natürlich auch schuld. Zum Glück habe ich meine alte Kutsche fortgegeben, obwohl sie mir leid tat. Heute hörte ich nicht einmal die Vögel singen. Zu spät. Das macht ja nichts. Wir bekommen bis neun Uhr Frühstück. Dafür sind jetzt schon die Fohlen auf der Weide. Schön, dass man hier sozusagen auf dem Land ist – und doch in der Stadt.

Zimmer einer Bewohnerin mit eigenen Möbeln im Weyergut Bethanien 1976

Jetzt aber schnell in die Dusche. Es ist sicher niemand draussen um diese Zeit. Es wäre natürlich schön, wenn ich meine eigene hätte; aber so lernt man, ein wenig aufeinander Rücksicht zu nehmen. Oder – man verlernt es nicht. Schliesslich sind es nur unser zehn in der Wohngruppe, und einige davon duschen urselten. Denen genügt das wöchentliche Wannenbad und das Hallenbad. Jeder Pensionär hat dafür sein eigenes WC und Lavabo.

Nein – für`s Zimmermachen habe ich heute keine Zeit. Morgen dann wieder! Hin und wieder reizt es einfach, sich als Hotelgast zu fühlen. Und es ist ja auch gut, dass das Personal jede Woche einmal gründlich dahintergeht. Halt, es reicht noch zu einem Telefon an Leni. Hoffentlich hat sie die Grippe überstanden. Es hat halt nicht jedermann so viel Pflege und Betreuung wie wir.

Nun aber hinunter in den Essraum. Die meisten sind noch am Morgenessen. Heute scheint die Sonne bis an meinen Tisch. Bei klarem Wetter geht der Blick bis in die Alpen. Ich glaube, man sieht die Jungfrau – oder ist es die Blüemlisalp? Danke für den guten Kaffee, den sie immer haben hier. Das Essen ist manchmal fast zu gut.

Eigentlich ist mir die Morgenandacht um neun Uhr in unserem festlichen Saal recht lieb geworden. Meistens hält sie der Heimleiter, manchmal auch der Pfarrer, der von Bern oder Wabern kommt. Ich schätze auch meinen eigenen Briefkasten. Letzthin hätte ich beinahe mit meinem Zimmerschlüssel am falschen probiert, wenn mir nicht im letzten Augenblick die andere Farbe aufgefallen wäre.

alle Bewohner und Bewohnerinnen haben einen eigenen Briefkasten.

Dienstag: Heute ist Hallenbadtag. Ich werde dann am Donnerstag dabei sein. Ja, wer hätte gedacht, dass ich noch schwimmen lernte mit einundachtzig! Aber es geht schon ordentlich.

Hallenbad im Weyergut Bethanien mit Aquafit

Auch der Gymnastik-Parcours draussen im Garten ist herrlich. Manchmal sogar richtig lustig. Ich bin allerdings froh, dass die Turnlehrerin immer mitkommt und aufpasst, damit nichts schiefgeht.

Gymnastik Parcours draussen im Weyergut Bethanien 1976

Tatsächlich, ich bin eingenickt. Haben wir schon Mittag gehabt? Natürlich. Heute gab es ja mein Lieblingsmenü: Kalbsbraten und Bohnen. Die Diät, die ich am Anfang bekam, war zwar auch gut. Ich habe wohl etwas zu viel gegessen, dass mir die Augen so rasch zugefallen sind.

In einer halben Stunde kommt Maria zu Besuch. Habe ich noch genug Kaffee-Coupons? Ja, das reicht noch für die ganze Woche. Zuerst trinken wir jeweils einen Kaffee in der Halle gegen den Garten. Die andern dürfen ja wohl sehen, dass ich Besuch habe. Und Maria freut sich immer so an unserem Hausvogel, dem lustigen Beo. «Hesch guet gschlaafe?» fragt er, mit tiefer, bald mit hoher Stimme.

Nachher sitzen wir noch ein bisschen auf dem Balkon vor meinem Zimmer. Jetzt, wo das Wetter so mild ist und die Geranien so wunderbar blühen, ist es herrlich, draussen zu sitzen. Ob es mir hier gefalle, fragt sie. Ich weiss eigentlich nicht, was ich mir noch wünschen sollte. Doch – ein paar Jahre weniger. Damit ich es besser geniessen könnte!

Weisst du, wir haben wirklich keinen Grund, über Langeweile oder Trostlosigkeit zu klagen. Wir machen uns gegenseitig Besuche. Manchmal hilft eine der andern. Wir dürfen zusammen basteln. Übrigens hat es auch eine ganze Anzahl Männer im Haus. Jede Woche wird eine interessante Veranstaltung im Saal durchgeführt. Am Abend kann man fernsehen oder ausgehen. Früher hätte ich das noch mehr geschätzt. Aber es ist doch angenehm zu wissen, dass wir ernst genommen werden und man uns vertraut.

Warum könnten wir denn sonst mit unserem Schlüssel auch die Haustüre öffnen? (Ich bin allerdings erst einmal nach zehn Uhr nachts heimgekommen!)

Bald ist wieder Zeit für das Nachtessen. Der Besuch ist gegangen. Die Stille tut auch gut. Aber beruhigend ist es doch zu wissen, dass man nicht allein ist. Wie es heute in der Andacht hiess: «Der Herr ist mein Hirte.» Gehört dazu nicht auch, dass immer eine der Schwestern – sogar nachts – die Herde hütet?

Danke für diesen Tag, der so viel Gefreutes gebracht hat. Danke für dieses Zuhause, Herr.

Die Chronik unseres Hauses und ihre Autorin

Eine Chronik, die weit mehr ist als eine Sammlung von Daten: Sie hält Momente fest, die das Weyergut Bethanien geprägt haben – von den frühen Ideen bis zu dem Ort, der heute so vielen Menschen ein Zuhause bietet.

Für unser 50-jähriges Jubiläum gewährte uns die Autorin und Bewohnerin Monika Schärer Einblicke in ihre Beweggründe, die Entstehung ihres Werkes und ihre besondere Verbundenheit zum Weyergut Bethanien und zur Landschaft, die das Haus umgibt.

Interview mit Monika Schärer

Vom Ferienaufenthalt zum Daheim – Erinnerungen an den Start im Weyergut Bethanien

Frau Schärer, Sie sind 2020 ins Weyergut Bethanien eingezogen. Wie haben Sie Ihren Start hier erlebt?
Im Frühling 2020 – mitten in der Coronazeit – wurde bei mir eine seltene, schwere Rückenkrankheit behandelt. Nach dem Spitalaufenthalt fühlte ich mich noch nicht bereit, in meine Wohnung zurückzukehren, und kam zunächst als Feriengast ins Weyergut.

Ich kannte das Haus bereits von Spaziergängen und wusste von Bekannten, dass ihre Angehörigen sich hier wohlgefühlt hatten. Am Eintrittstag wurde ich liebevoll empfangen und sorgfältig begleitet – dieses Willkommen hat mir den Start sehr erleichtert.

Nach einigen Wochen entschied ich mich, zu bleiben. Trotz körperlicher Einschränkungen merkte ich schnell, dass mir hier vieles möglich bleibt: Lesen, Schreiben, Musik – sogar mein E-Klavier und meine vielen Bücher haben Platz gefunden. Seit dem Sommer 2020 ist das Weyergut mein Daheim, und ich habe diese Entscheidung nie bereut.

Welche Veränderungen haben Sie seit Ihrem Einzug besonders wahrgenommen?
Die zweijährige Innensanierung war gerade abgeschlossen, als ich einzog – vieles war neu, manches noch im Wandel. Seither erlebe ich ein Haus, das sich stetig weiterentwickelt und in dem die Gemeinschaft trotz aller Veränderungen spürbar bleibt und weiter wächst.


Ein Herz für Biodiversität – Engagement für Natur und Lebensräume

Sie engagieren sich leidenschaftlich für die Natur, insbesondere für Insekten. Wie kam es dazu?
Wiederum auf Spaziergängen rund ums Haus entdeckte ich zwei Gartenbereiche: den gepflegten Blumenbereich und das „wilde“ Stück Garten, das nur einmal jährlich gemäht wird. Dort erkannte ich grosses Potenzial für Biodiversität.

Ich schenkte dem Haus ein grosses Wildbienenhaus, gefertigt von Menschen mit einer Beeinträchtigung, das schon bald lebendig bewohnt wurde. Aus Ästen, Steinen, Laub und Sand baute ich weitere Kleinstrukturen als Rückzugsorte für Kleintiere. Auf Infotafeln erklärte ich, wie man solche Lebensräume fördern kann – und kam darüber oft mit Menschen ins Gespräch. Einige liessen sich inspirieren und setzten ähnliche Ideen in ihren eigenen Gärten um.

Auch der Weiher im Park spielt eine wichtige Rolle für Sie. Was bedeutet er Ihnen?
Ein Gewässer schafft zusätzliche Vielfalt. Unser Weiher war allerdings gekippt und beinahe verlandet. Mit Unterstützung des Umweltforums Köniz konnte er 2025 erneuert werden. Schon kurze Zeit später kehrten Bergmolche, Libellen, Käfer und Vögel zurück.

Heute ist der Weiher, liebevoll „Weyer“ genannt, ein Ruhe- und Kraftort – für Bewohnende, Angehörige und Nachbarn. Für mich ist er ein Ort der Beobachtung und der Freude, dessen Entwicklung ich weiterverfolgen möchte.


Die Chronik – Entstehung, Motivation und Erkenntnisse

Was hat Sie dazu inspiriert, eine Chronik über das Weyergut Bethanien zu verfassen?
Nach meinem Einsatz für die Neubelebung des Weihers fragte ich mich, ob zwischen dem „Weiher“ und dem Namen „Weyergut“ ein Zusammenhang besteht. In den Wintermonaten entstand daraus das Bedürfnis, vertiefter in die Geschichte einzutauchen.

Wie sind Sie dabei vorgegangen?
Ich wandte mich an verschiedene Archive – Köniz, Burgerbibliothek Bern, das Archiv des Weyergut Bethanien sowie an historische Literatur. Daraus entstand ein Zeitgerüst, das beinahe 300 Jahre umfasst.

Für die jüngeren Zeitabschnitte ab 2013 gab es kaum schriftliche Quellen. Deshalb begann ich, Menschen zu interviewen, die dem Weyergut lange verbunden sind. So entstanden lebendige Beiträge – und zugleich ein spürbares Interesse und neue Gespräche im Haus.

Welche Erkenntnisse haben Sie besonders überrascht oder berührt?
Ich stellte fest, dass unser heutiger Weiher keinen direkten historischen Bezug zum Namen „Weyergut“ hat: Er wurde im Jahr 2000 anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums angelegt. Dass er nun, 25 Jahre später, rechtzeitig vor dem 50-Jahr-Jubiläum erneuert wurde, empfand ich als stimmiges Bild.

Die Herkunft des Namens „Weyergut“ hingegen ist eng mit dem stark wassergeprägten Gebiet rund um den Gurten verbunden. Zahlreiche Quellen, Brunnen und frühere Naturweiher erzählen von einer Geschichte, die tief im Ort verwurzelt ist.

Wie lange dauerte der Entstehungsprozess?
Intensiv arbeitete ich ab Sommer 2024 an der Chronik. Im April 2025 konnte ich erstmals eine gedrucke Chronik in den Händen halten. Die 100 bestellten Exemplare fanden rasch ihren Weg zu vielen interessierten Leserinnen und Lesern.


Zum Jubiläum – Gedanken zu 50 Jahren Weyergut Bethanien

Welche Gefühle begleiten Sie, wenn Sie auf die 50-jährige Geschichte unseres Hauses blicken?
Ich empfinde grosse Hochachtung gegenüber all jenen Menschen, die das Weyergut Bethanien über Jahrzehnte hinweg möglich gemacht haben und es bis heute mit viel Engagement, Mut und Ausdauer tragen. Auch gerade die Unterstützung durch die EMK Bern (Evangelisch-methodistische Kirche Bern) hat es immer wieder ermöglicht, Hürden zu überwinden.

Was wünschen Sie dem Weyergut Bethanien für die kommenden Jahre?
Meine Hoffnung für die Zukunft ist, dass die gelebte Toleranz, Geduld und das Einfühlungsvermögen im Weyergut weiterhin gedeihen. Möge das Haus ein Ort bleiben, an dem Mitarbeitende mit Freude tätig sind und Bewohnende ein wertschätzendes, wohltuendes Umfeld erleben.


Mehr über die Autorin

  • geboren zur Zeit des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs
  • aufgewachsen in Bern in einer Lehrersfamilie
  • Lehrerin in den Buchsibergen (Oschwand)
  • Psychologiestudium an der Universität Bern
  • rund 30 Jahre als Jugendpsychologin im Kanton Bern tätig
  • 13 Jahre Freiwilligendienst im Altersheim Rüttihubelbad
  • seit Sommer 2020 Bewohnerin des Weyergut Bethanien

Die Chronik herunterladen

Mit freundlicher Genehmigung von Frau Monika Schärer stellen wir ihre Chronik zum Jubiläum als PDF zur Verfügung. Alle Rechte am Werk verbleiben bei der Autorin.

👉 Download der Weyergut-Chronik

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Rückblick: Les Clarissons im Weyergut Bethanien

Am 9. November durften wir im Weyergut Bethanien ein musikalisches Highlight erleben: Les Clarissons – mit Gerrit Boeschoten, Thomas Kocher und Patrick Bader – spielten vor rund 65 Besucherinnen und Besuchern – darunter viele Nachbarinnen und Nachbarn, Angehörige, Bewohnende sowie zahlreiche Gäste von ausserhalb, die den Weg zu uns fanden.

Das Konzert begeisterte mit hochkarätigen und abwechslungsreichen Darbietungen: Von Gershwin über Mozart und Bach bis hin zu einem temperamentvollen Klezmer-Finale und einer schwungvollen Tango-Zugabe. Die Resonanz war gross – viele Zuhörerinnen und Zuhörer zeigten sich berührt, dankbar und voll Begeisterung über diesen musikalischen Vormittag.

Im Anschluss wurde ein schmackhaft angerichtetes Apéro von der Küche des Restaurant Weyergut serviert. Bei feinen Häppchen entstanden lebendige Gespräche. Diese Begegnungen rundeten das mitreissende Konzert stimmungsvoll ab.

Wir bedanken uns herzlich bei Les Clarissons für die wunderschönen Klänge, beim Siedlungsverein für die wertvolle Zusammenarbeit und bei allen Gästen für ihr Kommen und Mitwirken. Ein mitreissender Sonntag voller Klang, Begegnung und Gemeinschaft im Weyergut Bethanien.

Gemeinsam für ein altersfreundliches Köniz

Weyergut Bethanien engagiert sich im Netzwerk «Köniz – gemeinsam altersfreundlich»

Während der letzten fünf Jahre hat die Gemeinde Köniz gemeinsam mit Altersorganisationen, Fachpersonen und engagierten Freiwilligen an einem grossen Ziel gearbeitet: Köniz soll eine altersfreundliche Gemeinde werden. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Projekts «Köniz – gemeinsam altersfreundlich» ist dieses Ziel nun erreicht – und auch das Weyergut Bethanien durfte einen Beitrag dazu leisten.

Einer unserer Mitarbeitenden war Teil der Projektgruppe, die gemeinsam mit der Gemeinde und weiteren Organisationen tragfähige Strukturen und neue Angebote für ältere Menschen geschaffen hat. Ziel war es, den Alltag im Alter zu erleichtern, den sozialen Zusammenhalt zu stärken und den Gedanken der «Caring Community» – der sorgenden Gemeinschaft – in Köniz fest zu verankern.

Neue Angebote für mehr Selbstbestimmung und Nähe

Im Rahmen des Projekts sind mehrere Initiativen entstanden, die nun dauerhaft weitergeführt werden:

  • InfoTreff Alter – Ein Begegnungsort in Köniz und Niederscherli, an dem geschulte Freiwillige ältere Menschen und Angehörige zu Fragen rund ums Älterwerden beraten und Orientierung im breiten Angebot geben.
  • Zeit-Netz Köniz – Eine Nachbarschaftshilfe, die Menschen auf Augenhöhe zusammenbringt: Freiwillige schenken älteren Personen Zeit, Gesellschaft und Unterstützung im Alltag – etwa beim Einkaufen, Spazieren oder bei Arztbesuchen. Dabei entstehen auch wertvolle generationenübergreifende Begegnungen, die beide Seiten bereichern.
  • Digitales Verzeichnis der Altersangebote – Ein Online-Verzeichnis, das alle Altersangebote in der Gemeinde bündelt und Orientierung schafft – für ältere Menschen, ihre Angehörigen, Freiwillige und Fachpersonen, die sich informieren oder engagieren möchten. | Hier gelangen Sie direkt zum digitalen Verzeichnis der Altersangebote.

Medieninteresse am Projekt

Auch Medienschaffende interessierten sich für das Projekt – entstanden sind mehrere spannende Radiobeiträge, die einen lebendigen Einblick in die neuen Angebote geben:

🎧 Bericht im Radio Silbergrau über die InfoTreffs Alter (15. Juli 2025) | ab ca. Minute 14:20

🎙️ Mehrere Sendungen in der SRF Musikwelle (Magazin) über das Projekt (21. und 28. August sowie 4. und 11. September 2025):

Gemeinsam Verantwortung tragen

Das Projekt zeigt eindrücklich, wie gemeinsames Engagement – von Gemeinde, Institutionen, Familien und Freiwilligen – ein lebendiges Netzwerk entstehen lässt, das älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben in vertrauter Umgebung ermöglicht.

«Älterwerden soll Teil eines erfüllten Lebens sein können – bei allen Herausforderungen, die sich stellen», sagt Rahel Huber, Altersbeauftragte der Gemeinde Köniz.

Das Weyergut Bethanien ist stolz, Teil dieses starken Netzwerks zu sein. Die enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde und anderen Organisationen trägt dazu bei, dass Köniz auch in Zukunft ein Ort bleibt, an dem Menschen aller Generationen gut aufgehoben sind – heute und morgen.

Weiterführende Links:
Medieninformation Gemeinde Koeniz
Beitrag in der Zeitschrift Koeniz Innerorts | September 2025

Rückblick auf unser Sommerfest 2025

Bei schönstem Sommerwetter durften wir am Sonntag, 17. August 2025, unser traditionelles Sommerfest feiern. Viele Gäste – Bewohner:innen, Angehörige, Mitarbeitende sowie zahlreiche externe Besucher:innen – fanden den Weg ins Weyergut und sorgten für eine lebendige und fröhliche Atmosphäre. Besonders rund um das gemeinsame Mittagessen war der Andrang gross.

Kulinarische Höhepunkte und bunte Vielfalt
Das Grillbuffet und das reichhaltige Dessertangebot waren einmal mehr Publikumsmagneten. Auch am beliebten „Zwirbele“ herrschte reger Betrieb – die tollen Preise wie Blumen, Käse, Wein, Fleischwaren, Schokolade oder Gutscheine sorgten für leuchtende Augen. Für grosse Begeisterung sorgte zudem unsere Mitarbeiterin Asma, die mit viel Geduld und Talent kunstvolle Henna-Tattoos gestaltete. Viele Gäste nutzten dieses besondere Angebot mit Freude. Auch der Koffermarkt stiess auf viel Interesse und lud zum Stöbern ein.

Stimmung und Musik
Das Agay Quartett sorgte für musikalische Akzente und es herrschte eine beschwingte Stimmung. Viele Besucher:innen verweilten lange und genossen das Zusammensein.

Zusammenhalt im Team
Ein besonders schöner Aspekt: die hervorragende Zusammenarbeit über alle Bereiche hinweg. Mitarbeitende aus verschiedenen Abteilungen packten gemeinsam an wodurch das Fest zu einem echten Gemeinschaftserfolg wurde.

Wir danken allen Beteiligten und Besucher:innen herzlich für diese wunderbar Feier – und freuen uns schon auf das nächste Mal, wenn ein ganz besonderes Sommerfest ansteht…

Rückblick: Eine tierisch kreative Ausstellung

Von Mai bis Juni 2025 wurde das Weyergut Bethanien zu einer bunten Galerie: Die Klasse 5./6.C aus Konolfingen präsentierte bei uns ihre fantasievollen Kunstwerke rund ums Motto „Tierisch kreativ“.

Die jungen Künstler:innen hatten in ihrem Klassenzimmer mit grosser Begeisterung, Geduld und Fantasie verschiedenste Werke erschaffen – von lebendigen Linoldrucken über filigrane Drahtskulpturen bis hin zu farbenfrohen Collagen und beinahe echten Tierporträts. Jedes Stück erzählte seine eigene Geschichte: geheimnisvoll, witzig oder wild.

Eine ganz besondere Freude war für uns die persönliche Verbindung: Die Klassenlehrerin dieser Klasse ist die Nichte unserer langjährigen Empfangsmitarbeiterin Romy. Umso schöner, dass wir diesen jungen Talenten eine Bühne für ihre Werke bieten durften.

Die Ausstellung trug mit ihrer Vielfalt zu noch mehr Farbe, Lebendigkeit und Inspiration im Weyergut Bethanien bei – und sie begeisterte alle: unsere Bewohnenden und ihre Angehörigen, die Gäste des Restaurant Weyerguts, unsere Mitarbeitenden sowie viele weitere Besucher:innen.

Die Vernissage wie auch die Wochen danach zeigten eindrücklich, wie bereichernd Begegnungen zwischen den Generationen sein können. Für uns war es ein Erlebnis, das noch lange nachklingt – voller Freude, Staunen und herzlicher Momente. 💜

Unser Rendez-vous mit Meerestieren

Am 9. März 2025 fand im Weyergut Bethanien der Vortrag „Rendez-vous mit Meerestieren“ statt, der von der Pflegefachfrau Tina Keppler aus dem Convita Bethanien initiiert und in Zusammenarbeit mit KYMA sea conservation & research durchgeführt wurde. Der Vortrag bot spannende Einblicke in die Welt der Meerestiere und den Meeresschutz. Er fand zuvor am 23. Februar 2025 in unserem Schwesternhaus in Zürich statt. Für weitere Details zum Vortrag lesen Sie gerne den ausführlichen Blogbeitrag des Convita Bethanien.

Weitere visuelle Eindrücke finden Sie auf unserem gemeinsamen Instagram-Kanal.

Generationenprojekt im Weyergut Bethanien

Seit zwei Jahren bereichern die Generationentreffen mit der Spielgruppe Chalet Bernau unser Leben im Weyergut Bethanien. Jeden Frühling kommen Jung und Alt wöchentlich zusammen, um gemeinsam zu singen, zu spielen, kreativ zu sein und Geschichten zu erzählen. Dabei steht die Bewegung immer im Mittelpunkt – ein verbindendes Element, das allen Generationen Freude und Lebendigkeit bringt.

Im letzten Jahr erschien sogar im Wabern Spiegel einen Bericht dazu.

Ein Highlight unserer Zusammenarbeit ist die langjährige Tradition der „Chlouser-Seckli“. Seit über 10 Jahren füllen unsere Bewohnenden liebevoll diese Säckchen für die Kinder der Spielgruppe Chalet Bernau in Wabern. Am Nikolaustag verteilt der Samichlaus die Seckli an die Kinder, die jedes Jahr mit leuchtenden Augen ihre Überraschungen entgegennehmen. Auch in diesem Jahr haben sich unsere Bewohnenden mit viel Herzblut und Engagement ans Werk gemacht, um den Kleinen eine Freude zu bereiten.

Wer mehr Eindrücke von dieser schönen Tradition und weiteren Aktivitäten unseres Hauses gewinnen möchte, ist herzlich eingeladen, einen Blick auf unser Instagram-Profil @convita.weyergut_bethanien zu werfen und uns zu folgen. Dort teilen wir regelmässig Bilder und Geschichten aus unserem Alltag.

Wir freuen uns, mit diesem Projekt Alt und Jung zu verbinden und die Lebensfreude zwischen den Generationen spürbar zu machen!

Adventsbeginn im Weyergut Bethanien

Auch in diesem Jahr durften wir im Weyergut Bethanien gemeinsam mit Bewohnenden, Angehörigen und Besucher:innen aus dem Quartier die Adventszeit auf ganz besondere Weise einläuten. Unser Lichterfest erstreckte sich erstmals über ein ganzes Wochenende – von Freitag, 29. November 2024, bis Sonntag, 1. Dezember 2024 – und bot stimmungsvolle Highlights für alle Sinne.

Rückblick auf das Programm und die besonderen Momente

Konzert mit Karine Morel und Astrid Buchli, Freitag
Mehr als 60 Besucher:innen fanden sich im Weyergutsaal ein, und genossen die Klänge von Karine Morel, die seit Jahren Freiwilligenarbeit (IDEM) bei uns leistet. Sie verzauberte mit ihren selbst komponierten Stücken auf dem Flügel und einer nordamerikanischen Doppelflöte das Publikum. Begleitet wurde sie von Astrid Buchli, die eindrucksvoll mit Querflöte, Trommel und sanften Regengeräuschen beeindruckte.

Die Anwesenden waren tief berührt und teilten ihre Begeisterung im Anschluss während einem gemütlichen Apéro mit. Auch dieser Teil des Abends war sehr gut besucht und rundete den gelungenen Auftakt ins Wochenende ab.

Ein stimmungsvoller Lichterweg, Samstag
Der Lichterweg im Weyergutsaal war das gesamte Wochenende hindurch zugänglich, viele besuchten ihn gleich mehrmals um die Stimmung einzufangen. Ob mit Angehörigen oder allein – der liebevoll gestaltete Weg mit seinen zahlreichen Lichtern, Sternen und der sanften Hintergrundmusik bot Momente der Ruhe und Besinnlichkeit.

Gottesdienst und Flötenkonzert, Sonntag
Am Sonntagmorgen feierten wir gemeinsam den ersten Adventsgottesdienst. Die zahlreichen Gäste genossen die festliche Atmosphäre in mitten der Lichterwelt.

Am Nachmittag bot ein Flötenkonzert der EMK Bümpliz den gebührenden Abschluss des Lichterfest-Wochenendes. Weihnachtliche Klänge und gemeinsames Singen vereinten Bewohnende und ihre Angehörigen in einer besonders herzlichen und feierlichen Stimmung.

Ein rundum gelungenes Lichterfest
Das gesamte Wochenende war ein voller Erfolg und hat nicht nur unsere Bewohnerinnen und Bewohner, sondern auch Gäste aus dem Quartier und Angehörige begeistert. Wir danken allen, die dieses Lichterfest mit uns gefeiert haben, und freuen uns schon darauf, die Adventszeit auch im nächsten Jahr wieder gemeinsam zu beginnen. Bis dahin wünschen wir Ihnen eine besinnliche und lichtvolle Weihnachtszeit!

Die Klänge des Duos SCHARNIER

Am Sonntag, dem 10. November 2024, erlebten wir ein wirklich aussergewöhnliches Konzert, das alle Anwesenden fröhlich stimmte.

Das Musik-Duo SCHARNIER nahm uns mit auf eine melodische Reise: von den traditionellen Klängen des Appenzells über osteuropäische Rhythmen bis hin zu einem feurigen Rumba und faszinierenden Melodien aus Madagaskar.

Neben ihrer Musik beeindruckten Barbara Schirmer und Carlo Niederhauser auch mit spannenden Hintergrundinformationen. Sie erzählten Geschichten über die Herkunft der Melodien und die Besonderheiten ihrer Instrumente, was von den Gästen sehr geschätzt wurde.

Ein besonderes Highlight war die Vorstellung eines ungewöhnlichen Instruments: die schwedische Nyckelharpa. Barbara Schirmer, die bereits mit ihrem Hackbrett beeindruckte, zeigte uns, wie sie dieses für sie neue, mit einem Bogen gespielte Instrument beherrscht. Die Nyckelharpa brachte eine ganz besondere Klangfarbe ins Konzert und fügte sich perfekt in das vielseitige Repertoire ein.

Nicht weniger beeindruckend war das tiefe, warme Cellospiel von Carlo Niederhauser, das dem Konzert eine zusätzliche Intensität verlieh, während seine Gitarre eine harmonische, rhythmische Dynamik beisteuerte. Die Kombination aus den verschiedenen Instrumenten schuf einen einzigartigen Klangteppich, der die Zuhörer:innen in den Bann zog.

Das Publikum war bunt gemischt. Da das Konzert in Zusammenarbeit mit dem Siedlungsverein Weyergut organisiert wurde, kamen viele Nachbar:innen aus dem Quartier. Aber auch die Bewohnenden aus dem Weyergut Bethanien waren dabei.

Nach dem Konzert fand ein gemütlicher Apéro statt, der sehr gut besucht war. Auch das Künstler-Duo nahm sich die Zeit, mit den Gästen ins Gespräch zu kommen und den gelungenen Anlass gemeinsam ausklingen zu lassen.

Es war ein rundum schöner Vormittag, der den trüben, nebligen Sonntag erhellte und alle mit schönen Erinnerungen und guter Laune nach Hause gehen liess. Ein herzliches Dankeschön an das Duo Scharnier und alle Besuchenden!

Für weitere spannende Eindrücke aus dem Weyergut Bethanien laden wir Sie herzlich ein, auf unserem Instagram-Profil vorbeizuschauen und uns zu folgen! Auch auf Facebook sind wir aktiv und freuen uns, wenn Sie uns auch dort besuchen.